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Kunsttherapie - ein Tor ...

Aktualisiert: Feb 21

Am Mittwoch hatte ich meine vorerst letzte Therapiestunde. Ein langer Weg war's bis heute. Bis heute, wo ich mich auch wirklich besser fühle und bereit bin, mein Leben neu zu sortieren und neu zu entdecken.

Ich hatte Euch ja schon beschrieben, das ich sowohl in der Klinik als auch in der anschließenden Therapie mit Kunsttherapie gearbeitet habe. Für mich wirklich die ultimative Therapie. Für mich - dass heißt natürlich nicht, das es für jeden gleich erfolgreich verlaufen muss. Jeder muss für sich die ideale Therapieform finden.

Heute möchte ich Euch das Bild aus meiner letzten Stunde vorstellen und Euch etwas darüber erzählen, um Euch diese Form der Therapie näherzubringen.


Kunsttherapie - Thema - stelle Dir ein Tor vor
Das Tor

Das Thema - stelle Dir ein Tor vor - Teil 1


Die Imagination beginnt immer damit, das ich die Augen schließe und meine Therapeutin mit ruhiger leiser Stimme auf mich einwirkt, damit ich die Muskeln entspanne, den ganzen Körper entspanne und "abtauchen" (so nenne ich es) kann.

Dann gibt sie das Thema vor:

Stellen Sie sich vor, Sie sehen ein Tor, egal was für ein Tor, und beschreiben Sie es.

Ich hatte sofort ein "Dimensionstor" vor Augen. Es steht alleine in einer kargen Landschaft, drum herum ist nichts, am Horizont ist nichts. Ein Weg führt dahin.


Frage Therapeutin: Können Sie das Tor berühren?

Ich kann das Tor anfassen. Ich bin natürlich vorsichtig damit und habe auch etwas Angst. Es fühlt sich seltsam an, meine Finger kribbeln, aber es ist nicht unangenehm.

Frage: Was sehen Sie noch?

Ich kann um das Tor herumgehen, es sieht wie ein Zylinder aus, ein Tunnel, der sich ein paar Meter in den Horizont schraubt.

Frage: Möchten Sie hindurchgehen?

Ich weiß nicht, ich habe Angst, bin unsicher, ich weiß ja nicht, was dahinter ist.


Das war der erste Teil der Imagination vor 14 Tagen. Aufgabe war dann, das imaginäre Bild zu Hause zu malen, egal wie. Ich habe mir mit dem Malen immer viel Zeit gelassen, oft habe ich das Bild erst fertiggestellt am Tag vor der nächsten Stunde. Und auch oft habe ich festgestellt, wenn ich dann anfing zu Malen, wurde das Bild ganz anders als ich geplant hatte.



Das Thema - stelle Dir ein Tor vor - Teil 2


Dann jetzt - am Mittwoch - die Besprechung des Bildes.


Frage: Was hat sich geändert zu letzten Stunde - wie wirkt das Bild jetzt auf sie?

Die Angst ist fast verschwunden. Ich hatte viel darüber nachgedacht, auch weil heute die letzte Stunde ist. Aber ich habe erkannt, das ich einfach durchgehen muss, hier ist ja nichts mehr, alles ist leer, nur karger Boden, keine Vögel die am Himmel fliegen, nichts!

Ich muss also durchgehen. Und ich weiß jetzt einfach, das es das Richtige ist und mich nichts Schlimmes auf der anderen Seite erwartet. Das heißt ich bin jetzt ehr freudig angespannt und neugierig...


Gemalt habe ich meine Bilder mit Auqarell-Kreiden, -Stiften und Buntstiften.


Ich werde euch auch einige meine anderen Bilder noch vorstellen. Und was dahinter steht.

Bei dieser Imagination habe ich für mich die ganze klare Aussage erkannt:

Ich bin soweit, wieder nach vorne zu schauen und mein Leben anzugehen.

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