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Mein Alptraum - Magendrehung!

Seit ich Hunde halte (ok, Ich bin ehrlich, seit ich mit Verstand Hunde halte) mache ich mir über eine Sache immer wieder viele Gedanken. Mein Alptraumszenario: Magendrehung. Besonders, weil ich immer große Hunde hatte und habe und nun mit einem Boerboel, der zu den Molossern gehört, einen Hund einer Rasse besitze, bei der Magendrehung ein großes Thema ist.

Boerboel Anna, eine Rasse die anfällig für Magendrehungen ist
Boerboel Anna

Und das ist auch gleich die erste Info für Euch: Große Hunde sind eher gefährdet als kleine, das hat mit dem Bindegewebe zu tun, das bei großen Hunden schon mehr belastet wird wie bei den kleinen Vertretern.



Bei einer Magendrehung besteht akute Lebensgefahr!


Wenn sich der Magen gedreht hat, muss der Hund sofort – UND ICH MEINE WIRKLICH SOFORT – zum Tierarzt. Und wenn es mitten in der Nacht ist. Die Überlebenschance Deines Lieblings ist umso höher, je schneller Du mit ihm beim Arzt bist! Ich kenne etliche Fälle aus meinem Bekanntenkreis, die Hälfte dieser Hunde hat überlebt, die andere Hälfte ist leider während der OP oder an den Folgen der Magendrehung in den nächsten Stunden danach verstorben. Also: Wenn Dein Hund plötzlich unruhig wird und hin und her läuft, sich immer wieder kurz hinlegt und dann wieder aufsteht oder sogar den Rücken krümmt und dazu noch einen aufgeblähten Bauch hat – sofort los mit ihm!

Eine Magendrehung wird sich nicht mehr verbessern, der Magen wird sich nicht zurückdrehen.

Wichtige Punkte für Dich:

  • der Hund zeigt plötzlich die oben beschriebenen Symptome, er ist aber sonst völlig gesund

  • die Symptome können nach dem Fressen und vielleicht einem wilden Herumtollen auftreten, es kann aber auch passieren, wenn der Hund aus seiner Ruheposition aufsteht

  • große Hunde mit tiefem Brustkorb sind eher betroffen

  • bei älteren Hunden steigt das Risiko, da die Bänder, die den Magen halten, dann mehr gedehnt sind

  • es bleibt nur wenig Zeit, der Hund muss sofort zum Tierarzt, ohne einen chirurgischen Eingriff wird das Tier sterben

  • durch den verdrehten Magen sind sowohl Mageneingang wie Magenausgang abgeschnürt, es entwickeln sich Gase und blähen den Magen lebensgefährlich auf, der Bauchumfang kann im fortschreitenden Verlauf trommelartig zunehmen (wenn man vorsichtig gegen die Bauchwand klopft, ist ein Trommel-ähnliches Geräusch zu hören)

  • der aufgeblähte Magen kann die Atmung behindern weil er auf die Lunge drückt

  • durch die Verdrehung wird der Magen nicht mehr richtig durchblutet und kann teilweise absterben

  • Dein Hund will nichts fressen, und hat evtl. starken Speichelfluss

  • Er leidet unter Würgereiz, er versucht sich vergeblich zu erbrechen oder Kot abzusetzen

  • Je länger es dauert, desto teilnahmsloser wird Dein Hund, er kann in einen Schockzustand fallen



Warum kommt es zur Magendrehung?

Darüber wird viel spekuliert, wissenschaftlich ist der Grund für Magendrehungen aber nicht eindeutig nachgewiesen. Es werden wahrscheinlich mehrere Faktoren zusammenwirken. Die Rasse: Wie schon erwähnt sind große Hunde mit tiefen Brustkorb anfälliger, z. B. Rassen wie: Dogge, Schäferhund, Boxer, Chow Chow, Greyhound, Dobermann, Boerboel, Molosser.

Die meisten Hunde sind über zwei Jahre alt. Bei älteren Hunden wird mit dem Alter das Bindegewebe schwächer und das ist wichtig für die Aufhängung des Magens, denn der Magen des Hundes ist nicht starr mit der Bauchhöhle verbunden, sondern wird beweglich von flexiblen Bändern an seiner Position festgehalten

Eine Selbstheilung gibt es bei diesem lebensgefährlichen Notfall nicht.



Was sind Risikofaktoren?

  • Füttern einer einzigen, großen Futterportion am Tag

  • Risiko steigt bei Verfütterung aus einer e